Bergrettung

100 Jahre Rettungskolonne Appenzell

27. März 2010 — 1. November 2010

Der Alpstein gehört seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den Gebieten der Alpen, die touristisch am intensivsten genutzt werden. Ein dichtes und gut ausgebautes Weg- und Gasthausnetz locken jährlich Abertausende von Erholungssuchenden und Bergsportbegeisterten in das Säntisgebiet. Nicht selten werden die Gefahren der Berge unterschätzt oder führen unangepasste Ausrüstungen zu schweren Unfällen. Einen traurigen Höhepunkt erreichte die Unfallbilanz im Jahre 1935, als neun junge Bergsteiger im kleinen Alpsteingebiet tödlich verunglückten.

Um 1900 kam man in Appenzell I.Rh. nicht mehr um die Einrichtung eines professionellen Bergrettungsdienstes herum. Seither hat die im Jahre 1910 offiziell gegründete Rettungskolonne Appenzell unzählige Menschen aus der Bergnot gerettet, aber auch viele geborgen, für die jede Hilfe zu spät kam. Dabei verrichteten und verrichten die Mitglieder der «Kolonne» ihre oft gefahrvolle Rettungsarbeit nicht selten unter grössten körperlichen Strapazen. Die ersten Einsätze von Geländefahrzeugen und Helikoptern, die praktisch zeitgleich um die Mitte der 1960er Jahre erfolgten, bedeuteten einen Quantensprung in der Bergrettung. Damit konnten die Einsatzwege massiv verkürzt und erleichtert werden. Doch neue Sportarten wie das Gleitschirmfliegen, das Canyoning oder das Schneeschuhlaufen halten die Rettungsspezialisten immer wieder mit neuen Herausforderungen auf Trab.

Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung gilt der rasanten technischen Entwicklung der Rettungshilfsmittel, die nicht nur den in Not Geratenen dient, sondern auch mithilft, die Gefahren und Strapazen der Retter zu minimieren. Zu sehen sind neben persönlichen Ausrüstungsgegenständen verschiedene Bahren, frühe Rettungsschlitten und anderes Corpsmaterial. Für die Bergrettungs-Ausstellung konnte das Museum Appenzell einmal mehr auf seinen umfangreichen Bestand an historischen Fotos zurückgreifen. Die meisten Aufnahmen zum Thema Bergrettung stammen von Emil Grubenmann (1906–1979), der selber während neun Jahren Obmann der Rettungskolonne Appenzell war. 
Sowohl in der Ausstellung als auch im Begleitprogramm spielt das Medium Film eine wichtige Rolle. In den vergangenen 60 Jahren sind mehrere eindrückliche Filme zum Thema Klettern und Bergrettung im Alpstein entstanden.

Ergänzt werden die historischen Fotos und Filme durch zwei Fotoreportagen zum Thema Bergrettung im Alpstein von Herbert Maeder. Dem bekannten Fotografen und Fotojournalisten, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiern darf, ist zur Zeit in vier Museen eine Ausstellungsreihe mit dem Titel «Berge – Menschen – Kulturräume » gewidmet

Ausstellungsflyer

Rettung mit Helikopter zwischen Wagenlücke und Meglisalp, Foto: Herbert Mäder, 1960
Beni Motzer am 5. Kreuzberg, Foto zum Film «Klettern», 1943

Der Alpstein gehört seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den Gebieten der Alpen, die touristisch am intensivsten genutzt werden. Ein dichtes und gut ausgebautes Weg- und Gasthausnetz locken jährlich Abertausende von Erholungssuchenden und Bergsportbegeisterten in das Säntisgebiet. Nicht selten werden die Gefahren der Berge unterschätzt oder führen unangepasste Ausrüstungen zu schweren Unfällen. Einen traurigen Höhepunkt erreichte die Unfallbilanz im Jahre 1935, als neun junge Bergsteiger im kleinen Alpsteingebiet tödlich verunglückten.

Um 1900 kam man in Appenzell I.Rh. nicht mehr um die Einrichtung eines professionellen Bergrettungsdienstes herum. Seither hat die im Jahre 1910 offiziell gegründete Rettungskolonne Appenzell unzählige Menschen aus der Bergnot gerettet, aber auch viele geborgen, für die jede Hilfe zu spät kam. Dabei verrichteten und verrichten die Mitglieder der «Kolonne» ihre oft gefahrvolle Rettungsarbeit nicht selten unter grössten körperlichen Strapazen. Die ersten Einsätze von Geländefahrzeugen und Helikoptern, die praktisch zeitgleich um die Mitte der 1960er Jahre erfolgten, bedeuteten einen Quantensprung in der Bergrettung. Damit konnten die Einsatzwege massiv verkürzt und erleichtert werden. Doch neue Sportarten wie das Gleitschirmfliegen, das Canyoning oder das Schneeschuhlaufen halten die Rettungsspezialisten immer wieder mit neuen Herausforderungen auf Trab.

Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung gilt der rasanten technischen Entwicklung der Rettungshilfsmittel, die nicht nur den in Not Geratenen dient, sondern auch mithilft, die Gefahren und Strapazen der Retter zu minimieren. Zu sehen sind neben persönlichen Ausrüstungsgegenständen verschiedene Bahren, frühe Rettungsschlitten und anderes Corpsmaterial. Für die Bergrettungs-Ausstellung konnte das Museum Appenzell einmal mehr auf seinen umfangreichen Bestand an historischen Fotos zurückgreifen. Die meisten Aufnahmen zum Thema Bergrettung stammen von Emil Grubenmann (1906–1979), der selber während neun Jahren Obmann der Rettungskolonne Appenzell war. 
Sowohl in der Ausstellung als auch im Begleitprogramm spielt das Medium Film eine wichtige Rolle. In den vergangenen 60 Jahren sind mehrere eindrückliche Filme zum Thema Klettern und Bergrettung im Alpstein entstanden.

Ergänzt werden die historischen Fotos und Filme durch zwei Fotoreportagen zum Thema Bergrettung im Alpstein von Herbert Maeder. Dem bekannten Fotografen und Fotojournalisten, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiern darf, ist zur Zeit in vier Museen eine Ausstellungsreihe mit dem Titel «Berge – Menschen – Kulturräume » gewidmet

Ausstellungsflyer

Kletterschuhe von Beni Motzer, um 1940
Rettungsübung im Alpstein, Foto: Emil Grubenmann sen., um 1965
Stahlseil-Rettungsübung am Hundstein, Foto: Emil Grubenmann sen., 1970
Blick in die Ausstellung: Rettungsschlitten des Alpinen Skiclubs St.Gallen
Blick in die Ausstellung: eine Weberbahre
Rettungsmannschaft mit Verletztem, Privatfoto, um 1930
Rettungskolonne Appenzell, Foto: Emil Grubenmann sen., um 1970
Blick in die Ausstellung
Totenbergung, Privatfoto, 1938