Johannes Hugentobler (1897–1955)


16. Juni 2018 — 17. Februar 2019

Das Museum Appenzell ehrt mit Johannes Hugentobler einen der bedeutendsten Künstler von Appenzell I.Rh. Ihm verdankt Appenzell sein farbenprächtiges Dorfbild. Zur Ausstellung gehören denn auch all die Häuser, Kirchen und Kapellen, die der Kirchenarchitekt, Maler, Raumgestalter und Designer in seiner kurzen, aber intensiven Schaffenszeit in Appenzell gestaltet hat.


Am Haus Löwen Drogerie, Hauptgasse 20, führte Hugentobler 1931 seine erste Fassadenmalerei mit der Darstellung von Heilkräutern samt Sinnspruch aus. In der Folge entschieden sich weitere Hauseigentümer, ihre Gebäude künstlerisch gestalten zu lassen. Hugentobler hat so das Dorfbild von Appenzell innerhalb von wenigen Jahren grundlegend umgestaltet und mit Ornamenten sowie intensivem Farbenspiel neu belebt.
Johannes Hugentobler liess sich nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule St.Gallen Ende der 1920er-Jahre in Appenzell nieder. In seinem ersten grossen Werk malte er die monumentale Figur des hl. Mauritius an der Südwand des Turms der Pfarrkirche Appenzell (1923). Später führte er die Planung und künstlerische Ausstattung verschiedener Kirchen (Heerbrugg, Triesen, Jakobsbad u. a.) und Kapellen (Steinegg, Ahorn, Ragnatsch, Waldkirch u. a.) aus.
Neben der Umsetzung seiner vor allem kirchenbaulichen Gesamtkunstwerke betätigte er sich als vielseitiger Maler, Zeichner und Glaskünstler. Herausragend sind seine Landschaften und farbenfrohen Blumenbilder.
Aus Hugentoblers schier unerschöpflichem Nachlass, der im Museum Appenzell aufbewahrt wird, sind neben Tafelbildern auch zahlreiche Skizzen, Pläne und Entwürfe zu seinen sakralen Bauten sowie Möbel und Alltagsgegenstände zu sehen. Filme von Thomas Karrer und eine künstlerische Intervention von Luzia Broger runden die Ausstellung ab.
Zum Werk von Johannes Hugentobler hat sein gleichnamiger Enkel eine inhaltsreiche und informative Website geschaffen: qualm.ai.

Ausstellungsflyer mit Begleitveranstaltungen

Johannes Hugentobler, Blumenstrauss, 1954, Tempera auf Pavatex
Johannes Hugentobler, Magnolien, 1953, Tempera auf Holz

Das Museum Appenzell ehrt mit Johannes Hugentobler einen der bedeutendsten Künstler von Appenzell I.Rh. Ihm verdankt Appenzell sein farbenprächtiges Dorfbild. Zur Ausstellung gehören denn auch all die Häuser, Kirchen und Kapellen, die der Kirchenarchitekt, Maler, Raumgestalter und Designer in seiner kurzen, aber intensiven Schaffenszeit in Appenzell gestaltet hat.


Am Haus Löwen Drogerie, Hauptgasse 20, führte Hugentobler 1931 seine erste Fassadenmalerei mit der Darstellung von Heilkräutern samt Sinnspruch aus. In der Folge entschieden sich weitere Hauseigentümer, ihre Gebäude künstlerisch gestalten zu lassen. Hugentobler hat so das Dorfbild von Appenzell innerhalb von wenigen Jahren grundlegend umgestaltet und mit Ornamenten sowie intensivem Farbenspiel neu belebt.
Johannes Hugentobler liess sich nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule St.Gallen Ende der 1920er-Jahre in Appenzell nieder. In seinem ersten grossen Werk malte er die monumentale Figur des hl. Mauritius an der Südwand des Turms der Pfarrkirche Appenzell (1923). Später führte er die Planung und künstlerische Ausstattung verschiedener Kirchen (Heerbrugg, Triesen, Jakobsbad u. a.) und Kapellen (Steinegg, Ahorn, Ragnatsch, Waldkirch u. a.) aus.
Neben der Umsetzung seiner vor allem kirchenbaulichen Gesamtkunstwerke betätigte er sich als vielseitiger Maler, Zeichner und Glaskünstler. Herausragend sind seine Landschaften und farbenfrohen Blumenbilder.
Aus Hugentoblers schier unerschöpflichem Nachlass, der im Museum Appenzell aufbewahrt wird, sind neben Tafelbildern auch zahlreiche Skizzen, Pläne und Entwürfe zu seinen sakralen Bauten sowie Möbel und Alltagsgegenstände zu sehen. Filme von Thomas Karrer und eine künstlerische Intervention von Luzia Broger runden die Ausstellung ab.
Zum Werk von Johannes Hugentobler hat sein gleichnamiger Enkel eine inhaltsreiche und informative Website geschaffen: qualm.ai.

Ausstellungsflyer mit Begleitveranstaltungen

Johannes Hugentobler, Fragment einer Decke aus einem Privathaus, 1945
Johannes Hugentobler, Fragment einer Decke aus einem Privathaus, 1945
Johannes Hugentobler, Fragment einer Decke aus einem Privathaus, 1945
Blick in die Kapelle St. Magdalena, Steinegg, Umbau und Innenausstattung durch Johannes Hugentobler, 1947
Johannes Hugentobler, Opfer, o.J., Tempera auf Holz
Johannes Hugentobler, 1945
Johannes Hugentobler, Blumenstrauss, 1954, Tempera auf Pavatex
Johannes Hugentobler, Cyclamen, 1954, Tempera auf Holz
Johannes Hugentobler, Blumenstrauss, 1954, Tempera auf Pavatex
Johannes Hugentobler, Frühlingslandschaft, 1953, Tempera auf Holz
Johannes Hugentobler, Selbstbildnis, 1949, Tempera auf Holz