Theres Tobler

Bauernmalerin

28. Juni 2014 — 2. November 2014

Theres Tobler-Manser (*1953) ist in Steinegg bei Appenzell zusammen mit sechs Geschwistern aufgewachsen. Ihr Vater war Schreiner. Während den Sommerferien verbrachte sie viele Stunden bei ihrem Grossvater auf der Alp Gross Hütten.

Obwohl sie schon als Kind viel gezeichnet und gemalt hatte, wagte sie sich erst nach ihrer Hochzeit (1978) und der Geburt ihrer beiden Kinder an die Bauernmalerei heran. Ihr Lehrmeister war Dölf Mettler, Bauernmaler, Chorleiter und Komponist. Vor genau zwanzig Jahren hat sie ihre Bilder zum ersten Mal in Basel ausgestellt. Seither folgten im Rhythmus von ca. zwei Jahren neue Ausstellungen. Theres Tobler zählt heute zu den renommiertesten Vertreterinnen der zeitgenössischen Appenzeller Bauernmalerei. Als wohl einzige Frau hat sie ihr früheres Hobby vor rund 25 Jahren zum Beruf gemacht.

Realistisch und stimmungsvoll
Theres Tobler steht klar in der Tradition der Appenzeller Senntumsmalerei, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Bereits mit den ersten Bildern aber hat sie ihren eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden. Zu einem besonderen Markenzeichen sind ihre mystischen Winter- und Nachtbilder geworden, die gleichzeitig Wärme und Geborgenheit ausstrahlen. Hinzu kommen in neuerer Zeit Regenbilder, die geprägt sind von einer originellen Farbwahl - von sattem Orange und sanften Grautönen.
Ihre Motive sind die unverwechselbare Landschaft des Appenzellerlandes, die Wälder und Felswände des Alpsteins, die Bauernhäuser und Dörfer, die Kirchen und Kapellen. Hinzu gesellen sich die bekannten sennischen und kirchlichen Bräuche des Jahreslaufes mit all den festlich gekleideten Menschen und den gestriegelten Tieren. Aber auch beiläufig Beobachtetes und präzise Erinnertes gehören dazu. Ein Kind, das seinen Regenschirm wie ein Rad auf der Strasse dreht und so das Regenwasser in alle Himmelsrichtungen spritzen lässt, kann man nur auf einem Bild von Theres Tobler finden ... Sie ist die Poetin der Appenzeller Bauernmalerei. Dazu passt ihr Erkennungszeichen, welches auf keinem Bild, das eine Tagesszene zeigt, fehlen darf: Vögel, die in der oberen rechten Bildecke in den weiten Horizont fliegen.
Zusammen mit den Sammlerinnen und Sammlern ihrer Bilder glaubt Theres Tobler an die Kraft der heilen Bilderwelt. Das Malen sei Balsam für ihre Seele, sagt sie; Balsam sollen die Bilder für die Betrachterinnen und Betrachter sein.
Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch das umfangreiche Werk von Theres Tobler. Einige Bilder und Sennenstreifen aus der neuesten Zeit sind käuflich.

Ausstellungsflyer

Theres Tobler, Regetaag, 2014
Theres Tobler, Neuealp Chappeli, 2013

Theres Tobler-Manser (*1953) ist in Steinegg bei Appenzell zusammen mit sechs Geschwistern aufgewachsen. Ihr Vater war Schreiner. Während den Sommerferien verbrachte sie viele Stunden bei ihrem Grossvater auf der Alp Gross Hütten.

Obwohl sie schon als Kind viel gezeichnet und gemalt hatte, wagte sie sich erst nach ihrer Hochzeit (1978) und der Geburt ihrer beiden Kinder an die Bauernmalerei heran. Ihr Lehrmeister war Dölf Mettler, Bauernmaler, Chorleiter und Komponist. Vor genau zwanzig Jahren hat sie ihre Bilder zum ersten Mal in Basel ausgestellt. Seither folgten im Rhythmus von ca. zwei Jahren neue Ausstellungen. Theres Tobler zählt heute zu den renommiertesten Vertreterinnen der zeitgenössischen Appenzeller Bauernmalerei. Als wohl einzige Frau hat sie ihr früheres Hobby vor rund 25 Jahren zum Beruf gemacht.

Realistisch und stimmungsvoll
Theres Tobler steht klar in der Tradition der Appenzeller Senntumsmalerei, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Bereits mit den ersten Bildern aber hat sie ihren eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden. Zu einem besonderen Markenzeichen sind ihre mystischen Winter- und Nachtbilder geworden, die gleichzeitig Wärme und Geborgenheit ausstrahlen. Hinzu kommen in neuerer Zeit Regenbilder, die geprägt sind von einer originellen Farbwahl - von sattem Orange und sanften Grautönen.
Ihre Motive sind die unverwechselbare Landschaft des Appenzellerlandes, die Wälder und Felswände des Alpsteins, die Bauernhäuser und Dörfer, die Kirchen und Kapellen. Hinzu gesellen sich die bekannten sennischen und kirchlichen Bräuche des Jahreslaufes mit all den festlich gekleideten Menschen und den gestriegelten Tieren. Aber auch beiläufig Beobachtetes und präzise Erinnertes gehören dazu. Ein Kind, das seinen Regenschirm wie ein Rad auf der Strasse dreht und so das Regenwasser in alle Himmelsrichtungen spritzen lässt, kann man nur auf einem Bild von Theres Tobler finden ... Sie ist die Poetin der Appenzeller Bauernmalerei. Dazu passt ihr Erkennungszeichen, welches auf keinem Bild, das eine Tagesszene zeigt, fehlen darf: Vögel, die in der oberen rechten Bildecke in den weiten Horizont fliegen.
Zusammen mit den Sammlerinnen und Sammlern ihrer Bilder glaubt Theres Tobler an die Kraft der heilen Bilderwelt. Das Malen sei Balsam für ihre Seele, sagt sie; Balsam sollen die Bilder für die Betrachterinnen und Betrachter sein.
Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch das umfangreiche Werk von Theres Tobler. Einige Bilder und Sennenstreifen aus der neuesten Zeit sind käuflich.

Ausstellungsflyer

Theres Tobler, Öberefahre, 2013
Theres Tobler, Öberefahre im Winter, 2014
Theres Tobler beim Malen
Blick in die Ausstellung